1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

Eingereicht von oliver.schwab am 02. Mär 2021 - 18:44 Uhr

321 nach unserer Zeitrechnung wurden Jüdinnen und Juden erstmalig in Köln erwähnt in einem Erlass des römischen Kaisers Konstantin. 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland - eine wechselvolle Geschichte: Gute, vertrauensvolle Begegnungen in friedlicher Nachbarschaft, in religiöser Toleranz und in gegenseitiger Achtung auf der einen Seite. Auf der anderen Seite die Vernichtung von jüdischen Leben durch religiöse Wahnvorstellungen (Pest als Strafe Gottes) bis hin zu rassistischen, antisemitischen Wahnvorstellung durch die menschenverachtende Herrschaft im Nationalsozialistischen Deutschland mit unmenschlichen Erniedrigungen, Missachtungen und Zerstörungen von jüdischen Einrichtungen und Gotteshäusern sowie die Verfolgung und Ermordung von 6 Millionen Menschen jüdischer Herkunft und Glaubens.
Dennoch - ja, Gott sei Dank - konnte jüdischen Leben in Deutschland und Europa nicht ausgelöscht werden.
Durch die Auswanderung nach dem Zerfall der Sowjetunion wuchs die Mitgliederzahl in den jüdischen Gemeinden.
Junge Leute wollen hier vor allem in Großstädten studieren bzw. einfach leben.
Pfarrerin Susanne Knoch aus der Luther-Gemeinde Bruchsal fragt persönlich und weißt in ihrer Ansprache "ANgeDACHT" auf die Aktion "Meet a Jew" - übersetzt heißt das "Triff eine Jüdin, einen Juden" hin. Es ist ein Projekt des Zentralrats der Juden in Deutschland, bei dem Schülerinnen und Schüler Jüdinnen und Juden begegnen und ihnen Fragen stellen können. Susanne Knoch schließt ihren Text mit einem jüdischen Segensspruch: "Ich wünsche dir Augen mit denen du einem Menschen ins Herz schauen kannst ..."
Hier die ganze Ansprache von Pfarrerin Susanne Knoch. Der Beitrag "ANgeDACHT" anlässlich der Bombardierung Bruchsals am 1. März 2021 ist unter https://www.youtube.com/channel/UCn86rsy66egQkney2h4tdnA zu finden.

Wir - vom Ev. Kinder- und Jugendwerk - freuen uns über jüdisches Leben in Deutschland und grüßen alle Jüdinnen und Juden hier, in Israel und weltweit. Mögen Begegnungen und Gespräche uns gegenseitig bereichern und den "Schalom!" menschlich spürbar machen.

Andacht von Susanne Knoch hier herunterladen.