Terroranschlag in Halle

Eingereicht von oliver.schwab am 14. Okt 2019 - 09:00 Uhr

Die Bilder und Nachrichten aus Halle machen uns fassungslos angesichts des rechtsextremistischen Terrors auf unsere jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern.
Sie treffen uns alle.
Das jüdische Gotteshaus wird am Tag der Versöhnung zum Anschlagziel,
Menschenleben wird abgeknallt wie in einem Ego-Shooter. Doch entsetzlich, furchtbar real.
Was Worte, was Hass und Fanatismus anrichten können, was für eine zerstörerische Kraft!
Dem entgegen gelten die Worte:
„Wir gehören zusammen und wir stehen zusammen gegen alle menschenverachtenden Kräfte!“,
so schreibt Landesbischof Prof. Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh an den Vorstand Rami Suliman und den Landesrabbiner Moshe Flomenmann der Israelitischen Kultusgemeinde in Baden.
Immer häufiger höre ich "es muss doch mal gesagt werden". Doch hinter den Worten stecken meistens Vorurteile, die sich in Hass vewandeln können.
Im jüdischen Gebet "Avinu Malkenu" (unser Vater, unser König) zum Jom Kippur heißt es "Unser Vater, unser König, mache nichtig die Gedanken unsrer Hasser. Unser Vater, unser König, vereitle den Rat unsrer Feinde."
Möge Gott uns als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Evangelischen Jugend dazu gebrauchen, dass wir "in Gedanken, Worten und Taten" allem Hass und Gewalt, aller Juden- und Fremdenfeindlichkeit entgegen stehen. Lasst uns an der Seite unserer jüdischen und muslimischen Geschwistern stehen und kreativ überlegen wozu uns die Jahreslosung 2019 ermutigt: "Suche Frieden (Schalom) und jage ihm nach - bleib auf seiner Spur und setze dich dafür ein!"

Wolfgang Kahler, Bezirksjugendreferent